Heute war ja das Grand Prix Rennen in Sao Paulo! Ich bin nicht zur Rennstrecke gefahren, habe die letzte halbe Stunde aber im Fernsehen mitverfolgt. "Was für eine verpasste Gelegenheit" werden jetzt wohl viele denken ;-)
Für alle die schon einmal mehr über die Rennstrecke interlagos wissen wollten hier ein kurzes Video (die ersten paar Sekunden sieht man Werbung, danach geht das eigentlich Video los):
http://www.welt.de/videos/sport/article10736665/Fahren-Sie-den-Kurs-von-Sao-Paulo-nach.html
Sonntag, 7. November 2010
Cornflakes Cookies!!!
Mittwoch, 3. November 2010
Aller Welts Küche(n)
Hmmm, leckere brasilianische Küche!!! Die Auswahl ist echt riesig und gerade in Sao Paulo bekommt man eigentlich alle berühmten und traditionellen Speisen des ganzen Landes. Neben den frittierten Teigtaschen (mit verschiedensten Zutaten wie vielerlei Käsesorten, Hühnchen, Meeresfrüchte, "Pizza", bacalhau Kabeljau, camarao Meeresfrüchten, Banane mit Zimt und Schokolade,...) auch pasteis genannt habe ich auch besonders gerne pao de queijo, Teig mit ziemlich viel zerlaufenem Käse drinnen. Auch feijoa Reis mit Bohnen und Sauce ist eine recht leckere Beilage. Dreimal waren Julia und ich auch schon in einem sogenannten restaurante a quilo, Kilorestaurant, indem man an einem großen Buffet seinen Teller beliebig auffüllt und dann nach Teller-Gewicht bezahlt. Auch einen super-leckeren gebratenen Lachs mit gemischtem Salat und palmitos, Palmherz, habe ich vor kurzem gegessen... einfach nur jammi!! Von den super Kokosnüssen, Früchten und Fruchshakes habe ich ja bereits ausführlich berichtet ;-). Es gibt noch sooo viel zu probieren!!
Da aber eben leider mein Budget nicht für so oft auswärts essen reicht, koche ich mein Mittagessen fast jeden Tag am Abend vor und nehme es mir in die Arbeit mit. Dort haben wir eine kleine Küche mit Kühlschrank, Mikrowelle und kleinem Backofen, also recht praktisch!
So stehe ich halt fast jeden Abend für eineinhalb Stunden in der Küche und versuche mir mit beschränkten Utensilien ein halbwegs schmackhaftes Essen zu zaubern - völlig normal sollte man denken... Es ist schon lustig, was man im Ausland manchmal so erlebt... Ich würde mich keineswegs als tolle Köchin bezeichnen, probiere zwar gerne Sachen aus, aber vor allem wenn ich für mich alleine koche, dann entscheide ich mich meist für die "schnelle Küche". Durch den Kochgeruch angelockt schneien dann meistens meine Mitbewohnerinnen kurz in die Küche herein und sind offensichtlich begeistert: "Wahnsinn, was hast du denn schon wieder gekocht?", "Anita, unsere Köchin!", "Du kannst so gut kochen!", "Was ist das für ein Rezept?" und was weiß ich noch alles. Ich bin eigentlich die einzige die regelmäßig die Küche benutzt... Beatriz war vollkommen fasziniert von den verschiedenen Gewürz-Sackerln und Muskatnüssen, die ich in die Gemüsepfanne reingerieben habe, weil sie so etwas zuvor noch nie gesehen hat (?!), Ana musste gleich meinen Kokos-Zimt-Milchreis verkosten und konnte kaum glauben, dass man für Erdäpfel-Nudeln ganze zwei Stunden in der Küche steht. Warum man die schönen "crepes" in Stücke reißt und ihn dann Kaiserschmarren nennt konnte auch niemand verstehen... :-).
Das Lustige ist, dass mir das während der vergangenen Auslandsaufenthalte jedesmal passiert ist: in Argentinien ab und zu, sehr oft in Madrid und auch in Pamplona. Und was auch immer gleich ist: die Küchen sind nie so gut ausgestattet wie na casa, daheim. Der einzige vernünftige Kochtopf hier hat nur mehr einen Henkel und der Deckel passt nicht mehr richtig. Die einzige Pfanne im Haus hat keinen flachen Boden mehr und steht wegen des schweren Stiels auf dem Gasherd immer schief, sodass das Öl immer nur auf einer Seite ist... gescheites Küchenmesser, Gemüseschäler, Schneebesen, Mixer,... nichts vorhanden. Leider auch kein forno, Backofen :-(
Was für banale Dinge man vermisst, sobald man sie nicht mehr hat das wird mir hier öfters vor Augen geführt ;-).
Da aber eben leider mein Budget nicht für so oft auswärts essen reicht, koche ich mein Mittagessen fast jeden Tag am Abend vor und nehme es mir in die Arbeit mit. Dort haben wir eine kleine Küche mit Kühlschrank, Mikrowelle und kleinem Backofen, also recht praktisch!
So stehe ich halt fast jeden Abend für eineinhalb Stunden in der Küche und versuche mir mit beschränkten Utensilien ein halbwegs schmackhaftes Essen zu zaubern - völlig normal sollte man denken... Es ist schon lustig, was man im Ausland manchmal so erlebt... Ich würde mich keineswegs als tolle Köchin bezeichnen, probiere zwar gerne Sachen aus, aber vor allem wenn ich für mich alleine koche, dann entscheide ich mich meist für die "schnelle Küche". Durch den Kochgeruch angelockt schneien dann meistens meine Mitbewohnerinnen kurz in die Küche herein und sind offensichtlich begeistert: "Wahnsinn, was hast du denn schon wieder gekocht?", "Anita, unsere Köchin!", "Du kannst so gut kochen!", "Was ist das für ein Rezept?" und was weiß ich noch alles. Ich bin eigentlich die einzige die regelmäßig die Küche benutzt... Beatriz war vollkommen fasziniert von den verschiedenen Gewürz-Sackerln und Muskatnüssen, die ich in die Gemüsepfanne reingerieben habe, weil sie so etwas zuvor noch nie gesehen hat (?!), Ana musste gleich meinen Kokos-Zimt-Milchreis verkosten und konnte kaum glauben, dass man für Erdäpfel-Nudeln ganze zwei Stunden in der Küche steht. Warum man die schönen "crepes" in Stücke reißt und ihn dann Kaiserschmarren nennt konnte auch niemand verstehen... :-).
Das Lustige ist, dass mir das während der vergangenen Auslandsaufenthalte jedesmal passiert ist: in Argentinien ab und zu, sehr oft in Madrid und auch in Pamplona. Und was auch immer gleich ist: die Küchen sind nie so gut ausgestattet wie na casa, daheim. Der einzige vernünftige Kochtopf hier hat nur mehr einen Henkel und der Deckel passt nicht mehr richtig. Die einzige Pfanne im Haus hat keinen flachen Boden mehr und steht wegen des schweren Stiels auf dem Gasherd immer schief, sodass das Öl immer nur auf einer Seite ist... gescheites Küchenmesser, Gemüseschäler, Schneebesen, Mixer,... nichts vorhanden. Leider auch kein forno, Backofen :-(
Was für banale Dinge man vermisst, sobald man sie nicht mehr hat das wird mir hier öfters vor Augen geführt ;-).
Montag, 1. November 2010
Brasilien hat gewählt...
Erste PräsidentIN in der Geschichte Brasiliens...
http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=580019&DstID=0&titel=Brasilien:,Dilma,Rousseff,zur,ersten,Pr%C3%A4sidentin,gew%C3%A4hlt
http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=580019&DstID=0&titel=Brasilien:,Dilma,Rousseff,zur,ersten,Pr%C3%A4sidentin,gew%C3%A4hlt
Sonntag, 31. Oktober 2010
Einmal Rio und zurück, bitte!
Den Österreichischen Nationalfeiertag am 26. Oktober hatten wir als Österreichische Außenhandelsstelle frei. MO den 25. nahmen wir uns frei und tauschten diesen Tag einfach gegen den 1. Dezember... somit hatten wir 4 Tage, um einen kleinen Ausflug nach Rio zu unternehmen!
Die Hinfahrt erledigten wir in der Nacht vom FR auf SA und kamen genau rechtzeitig zum Sonnenaufgang an der Copacabana (wo wir auch unser Hostel hatten). Nach einem guten Frühstück mit Fruchtsäften, Kuchen usw. machten wir uns gleich auf zum weltberühmten Pão do Açúcar Zuckerhut! Dort fährt man zuerst mit einer ersten Seilbahn auf einen kleineren Berg hinauf und von dort mit einer zweiten Seilbahn dann schließlich auf den Zuckerhut. Eigentlich seltsam, so ein relativ rundlicher Hügel, der aus dem Wasser schaut :-). Auf den Zuckerhut kann man übrigens auch hinaufklettern. Von der Gondel aus konnten wir einige Leute herumkraxeln sehen, natürlich nur mit professionellem Kletter-Zeug! Da das Wetter halbwegs klar war und die nächsten Tage wettermäßig nicht so vielversprechend werden sollten, beschlossen wir, auch gleich Cristo Redentor der Christusstatue einen Besuch abzustatten. Irre, die Statue steht auf einem echt hohen, steilen Berg, direkt an der vorderen Kante und ist in der Nacht auch beleuchtet. Mit einem kleinen Zug fuhren wir sicherlich eine halbe Stunde lange den unglaublich steilen Weg hinauf durch den Regenwald. Wie schon zu erwarten war, war die Plattform vor der Statue voll von Leuten und Fotos von nur einem selbst mit der Statue so gut wie unmöglich... Der Ausblick war aber echt atemberaubend!!! Leider war es kein allzu klarer Tag und deshalb die Sicht auch nicht ganz so weit, aber das genügte uns schon :-).
In den restlichen Tagen sahen wir das Museu Histórico Nacional do Brasil, spazierten an der Copacabana und am Ipanema-Strand entlang, hörten Sierra - den brasilianischen Präsidentschaftskandidaten der heute in der Stichwahl gegen Dilma Rousseff angetreten ist - sprechen, tranken selbstverständlich caipirinha und cocos gelados (kalte Kokosmilch), spazierten durch den Botanischen Garten und drehten eine Runde durchs historische Zentrum von Rio de Janeiro. An unserem 3. Tag trafen wir überraschenderweise auf zwei andere Österreicherinnen, die erst vor kurzem ihre 6-monatige Süd-Amerika-Rucksackreise gestartet haben und schon jetzt die ein oder andere witzige und kuriose Geschichte zu erzählen hatten.
Wie man auf den Fotos gleich erkennen kann: die Architektur Rios ist nicht so wahnsinnig atemberaubend, die Location aber auf jeden Fall! Wie mag Rio wohl ohne Häuser, Straßen, Autos aussehen???
Blick auf Rio, rechts oben auf dem spitzen Berg kann man ganz klein die Christusstatue erkennen
nur mehr eine Seilbahnfahrt trennt uns vom Zuckerhut!!!
Blick vom Zuckerhut auf Rio
bei Cristo Redentor (alle unerwünschten ins-Foto-Läufer weggeschnitten ;-))
unvergleichliche Vergleiche :-)
Blick von der Christusstatue auf den Zuckerhut
leckere Kokosmilch und natürlich auch Kokosfleisch bis auf den letzten Rest verputzt... hmmm, jamm-jamm!
Copacabana abends um 20 Uhr - die Finsternis tritt immer schon sehr früh ein...
Spazieren im Botanischen Garten

Stinkfrüchte! Sollen abscheulich riechen, geschmacklich aber ganz gut sein (wenn man sich nicht am Gerüch stört ;-))
Eines der zahlreichen Favelas in Rio de Janeiro
Ipanema-Beach - leider an einem sehr bewölkten Tag...
Spazieren durchs Zentrum von Rio
Die Hinfahrt erledigten wir in der Nacht vom FR auf SA und kamen genau rechtzeitig zum Sonnenaufgang an der Copacabana (wo wir auch unser Hostel hatten). Nach einem guten Frühstück mit Fruchtsäften, Kuchen usw. machten wir uns gleich auf zum weltberühmten Pão do Açúcar Zuckerhut! Dort fährt man zuerst mit einer ersten Seilbahn auf einen kleineren Berg hinauf und von dort mit einer zweiten Seilbahn dann schließlich auf den Zuckerhut. Eigentlich seltsam, so ein relativ rundlicher Hügel, der aus dem Wasser schaut :-). Auf den Zuckerhut kann man übrigens auch hinaufklettern. Von der Gondel aus konnten wir einige Leute herumkraxeln sehen, natürlich nur mit professionellem Kletter-Zeug! Da das Wetter halbwegs klar war und die nächsten Tage wettermäßig nicht so vielversprechend werden sollten, beschlossen wir, auch gleich Cristo Redentor der Christusstatue einen Besuch abzustatten. Irre, die Statue steht auf einem echt hohen, steilen Berg, direkt an der vorderen Kante und ist in der Nacht auch beleuchtet. Mit einem kleinen Zug fuhren wir sicherlich eine halbe Stunde lange den unglaublich steilen Weg hinauf durch den Regenwald. Wie schon zu erwarten war, war die Plattform vor der Statue voll von Leuten und Fotos von nur einem selbst mit der Statue so gut wie unmöglich... Der Ausblick war aber echt atemberaubend!!! Leider war es kein allzu klarer Tag und deshalb die Sicht auch nicht ganz so weit, aber das genügte uns schon :-).
In den restlichen Tagen sahen wir das Museu Histórico Nacional do Brasil, spazierten an der Copacabana und am Ipanema-Strand entlang, hörten Sierra - den brasilianischen Präsidentschaftskandidaten der heute in der Stichwahl gegen Dilma Rousseff angetreten ist - sprechen, tranken selbstverständlich caipirinha und cocos gelados (kalte Kokosmilch), spazierten durch den Botanischen Garten und drehten eine Runde durchs historische Zentrum von Rio de Janeiro. An unserem 3. Tag trafen wir überraschenderweise auf zwei andere Österreicherinnen, die erst vor kurzem ihre 6-monatige Süd-Amerika-Rucksackreise gestartet haben und schon jetzt die ein oder andere witzige und kuriose Geschichte zu erzählen hatten.
Wie man auf den Fotos gleich erkennen kann: die Architektur Rios ist nicht so wahnsinnig atemberaubend, die Location aber auf jeden Fall! Wie mag Rio wohl ohne Häuser, Straßen, Autos aussehen???
Sonntag, 17. Oktober 2010
Kommendes (verlängertes ) Wochenende...
...nach Rio de Janeiro!!!
Copacabana, caipirinhas und ein bisschen sightseeing :-)))
Copacabana, caipirinhas und ein bisschen sightseeing :-)))
Día na praia - oder warum man in Sao Paulo unbedingt ein Auto braucht
Dieses Wochenende am Samstag entschlossen wir uns uns trotz sehr ungünstiger Wettervorhersage an den Strand zu fahren. Der nächste Strand ist ja schließlich nur eine Stunde von hier. Wenn wir wissen welche Busse dorthin fahren, dann kann das ja wohl pro Strecke dann auch nicht recht viel mehr als zwei Stunden dauern dachte ich.
Im Endeffekt verbrachten wir 3 Stunden mit der Anreise, 3 Stunden am Strand in Guarujá und 4 Stunden mit der Rückreise - verbrachten gesamt also 7 Stunden in Bussen bzw. auf selbige wartend, was man im Auto in 2 Stunden schaffen kann. Echt deprimierend, denn eintägige Ausflüge in sogar ganz nahe Orte fallen dadurch komplett flach... zumindest bis wir einen besseren Weg gefunden haben. In unser Viertel gibt es leider keine Metro und auch keine Zuglinie, die mit irgendeiner anderen Linie Richtung Zentrum oder Osten eine Verbindung hätte. Ayayay, jetzt wundert mich nicht mehr, warum jeder Einwohner Sao Paulos zwangsweise ein Auto hat und riskiert jeden Tag stundenlang im Stau zu stehen.
Die kurze Zeit am Strand war aber recht schön und vor allem gab es keinerlei Gewitter wie angenommen sondern strahlenden Sonnenschein und Badetemperaturen! Mit einem riesigen Buschmesser öffnete uns ein Verkäufer am Strand dann jeder eine Kokosnuss und nachdem die Milch ausgetrunken war zerteilte er sie uns auch noch gekonnt, sodass wir auch das Kokosfleisch essen konnten - sooo lecker!!!
Coco gelada
Na praia - am Strand


Este osito tan gordo que me sigue por todas partes - Mein kleiner dicker Begleiter
Im Endeffekt verbrachten wir 3 Stunden mit der Anreise, 3 Stunden am Strand in Guarujá und 4 Stunden mit der Rückreise - verbrachten gesamt also 7 Stunden in Bussen bzw. auf selbige wartend, was man im Auto in 2 Stunden schaffen kann. Echt deprimierend, denn eintägige Ausflüge in sogar ganz nahe Orte fallen dadurch komplett flach... zumindest bis wir einen besseren Weg gefunden haben. In unser Viertel gibt es leider keine Metro und auch keine Zuglinie, die mit irgendeiner anderen Linie Richtung Zentrum oder Osten eine Verbindung hätte. Ayayay, jetzt wundert mich nicht mehr, warum jeder Einwohner Sao Paulos zwangsweise ein Auto hat und riskiert jeden Tag stundenlang im Stau zu stehen.
Die kurze Zeit am Strand war aber recht schön und vor allem gab es keinerlei Gewitter wie angenommen sondern strahlenden Sonnenschein und Badetemperaturen! Mit einem riesigen Buschmesser öffnete uns ein Verkäufer am Strand dann jeder eine Kokosnuss und nachdem die Milch ausgetrunken war zerteilte er sie uns auch noch gekonnt, sodass wir auch das Kokosfleisch essen konnten - sooo lecker!!!
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